Der Sturm

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Inhalt:
"Der Sturm" galt lange als Shakespeares letztes Stück, da er offenbar dessen Vermächtnis als Autor enthält. Heute wissen wir, dass der 1611 entstandene Text nicht das Testament des großen Dichters darstellt, wohl aber wesentliche Fabelinhalte der früheren Stücke erneut und altersweise aufgreift, um am Ende des Schaffens tatsächlich eine Art Resümee zu ziehen:
Prospero, der gewaltsam entthronte Herzog von Mailand, lebt seit 12 Jahren mit seiner Tochter auf einer Insel in den Bermudas. Als zufällig seine versammelten Feinde auf einem Schiff das Eiland passieren, inszeniert er mittels Magie einen Sturm, um sie als Schiffbrüchige in seine Hände zu bekommen und furchtbare Rache an ihnen zu nehmen. Doch die plötzliche Liebe seiner hier in der Abgeschiedenheit der Insel ganz in seinem Sinne erzogenen Tochter Miranda zum Sohn des Feindes durchkreuzt seine Pläne. Er lernt, seinen egozentrischen Anspruch auf den Alleinbesitz von Wahrheiten aufzugeben und seine Verwicklungen in seinen Rachedurst und die dem entgegen stehende Einsicht in die Notwendigkeit der Vergebung vor dem Neuanfang reinigen ihn, um ihn am Ende tatsächlich als den geläuterten Weisen dastehen zu lassen, der zu sein er immer geglaubt hat.
Eine einfache Geschichte mit großer menschlicher Spannweite, die uns wegen ihrer Subtilität und Vieldeutigkeit auch heute noch Interpretationsansätze bietet, die das Stück modern und gesellschaftlich relevant erscheinen lassen.


Premiere war am am 8. Oktober 2011 im Kieler Lessingbad

 

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Aktualisiert ( Freitag, 09. November 2012 um 18:07 Uhr )